Die Konzeption

Nach den Grundsätzen der Waldorfpädagogik zu arbeiten bedeutet, die Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Entwicklung mit einer ganzheitlichen Pädagogik, welche die körperliche, seelische und geistige Entwicklung des jeweiligen Kindes berücksichtigt, zu verbinden.

Im Mittelpunkt der Erziehung steht deshalb als Basis die Gestaltung der Begegnung vom Ich zum Du. Erziehung ist Erziehungskunst, jeden Tag aufs Neue, immer unter der Fragestellung: "Kind, wie kann ich dir heute helfen zu entwickeln, was du in dir trägst?"


Wichtige Schwerpunkte sind dabei:

Die Pflege des Körpers und aller Sinne

Dabei achte ich auf eine harmonische, dezente Raumgestaltung, auf die Verwendung von wertvollen Materialien, zum Beispiel Holz, Woll- und Baumwollstoffe, Pflanzenölseife, Naturöle etc.

Bei der Herstellung der Mahlzeiten verwende ich Lebensmittel aus ökologischem oder biologisch-dynamischen Anbau. Die Ernährung ist kindgerecht, vegetarisch und enthält viel Obst und Gemüse. Es gibt keine Süßigkeiten.
Alternativ kann das Essen von einem geeigneten Essenanbieter bezogen werden.

Tägliche Bewegung im Freien, bei jedem Wetter ist mir für die Gesundheit der Kinder besonders wichtig. Dazu nutzen wir den Hausgarten und den angrenzenden Spielplatz.


Geborgenheit der Seele

Durch einen lebendigen Tagesrhythmus mit Gewohnheiten und Ritualen, wie zum Beispiel dem Ordnen der Materialien nach dem Spiel, dem Dankesspruch vor dem Essen oder dem Ölen der Füßchen vorm Mittagsschlaf und durch täglich ähnliche Abläufe und Wiederholungen von Handlungen, gewinnen die Kinder Orientierung und Sicherheit. 

Wir begegnen einander mit Verständnis und Wertschätzung und haben Achtung vor der Natur.

Für das Spiel stehen den Kindern einfache, wenig zweckgebundene Naturmaterialien, wie Hölzer, Zapfen, Wolle, auch Tücher, Filzbälle, Körbchen, Kinderküche etc. und verschiedene Bewegungsgeräte, wie Hocker, Schaukeltreppe, Kriechtunnel und Rutschbrett zur Verfügung. Das regt die Phantasie- und Schöpferkraft der Kinder an. 

Vor allem haben die Kinder Raum und Zeit zum Ausprobieren und Experimentieren.


Nahrung des Geistigen

Durch kleine wiederkehrende Sprüche, Lieder, Verse, Spiele und Geschichten erhalten die Kinder Anregungen zum Mit- und Nachsprechen, zur Orientierung in der Tages-, Jahres- und Festzeit, bei der Begleitung von Tätigkeiten und Handlungen.

Indem ich während der Anwesenheit der Kinder Handarbeiten mache, Arbeiten im Haushalt durchführe oder koche, rege ich die Kinder stark zur Eigentätigkeit, zum Mit- und Nachmachen an. Die Arbeitsabläufe sind dabei für die Kinder durchschaubar gestaltet. 

Für die Kinder versuche ich im Handeln, Sprechen und Denken Vorbild zu sein.

Alles in allem lernen die Kinder so, die Welt in ihren Zusammenhängen zu verstehen, das eigene Handeln, Fühlen und Denken als sinnhaft zu erleben. Sie bekommen Vertrauen in ihre eigenen wachsenden Kräfte und Fähigkeiten.


Rudolf Steiner fasst das Erziehungsmotto selbst in folgende Worte:

"Das Kind in Ehrfurcht empfangen,

in Liebe erziehen und

in Freiheit entlassen."


Quellen aus denen ich für meine Arbeit mit den Kindern schöpfe, sind die Anthroposophie Rudolf Steiners, Ausführungen namhafter weiterer Waldorfpädagogen, Forschungen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler und der Neurobiologen G. Hüther und M. Spitzer.